Tipps: So machen Sie Ihr Zuhause sicher

Einbrechen

Diebe überraschten betagtes Ehepaar im Schlaf – Einbrecher hinterließen eine Spur der Verwüstung – Dämmerungsbande hat erneut zugeschlagen – ein ganzes Viertel wurde bereits Opfer organisierter Verbrecher – Einbruch in Villa am helllichten Tag – gekippte Fenster erleichterten Dieben den Einstieg – die Täter kamen durch den Keller

Kommen Ihnen solche Schlagzeilen bekannt vor? Leider ja, wird die Antwort lauten. Einbrüche zählen zu den häufigsten Straftaten in Deutschland, und wahrscheinlich weltweit. Es vergeht kein Tag, wo Medien nicht von Einbrüchen berichten, sowohl in der Stadt als auch am Land. Einbrecher kennen keine Grenzen und lassen nichts unversucht. Nichts scheint sicher genug vor ihnen zu sein.

Dunkelheit und Dämmerung werden zwar bevorzugt, jedoch gibt es keine Zeit, wo nicht eingebrochen wird. Einbrecher sind das ganze Jahr unterwegs, rund um die Uhr!

Einbrecher und deren raffiniertes Einbrechen

Die Einbrecher sind unter uns, oft ganz unauffällig – einmal ist es ein Einzeltäter, der einen Versuch startet, weil die Gelegenheit günstig erscheint. Gelingt der erste Einbruch, ist es bis zur nächsten Tat nicht mehr weit. Sehr oft sind es mehrere Täter – einer, der den Einbruch macht, jemand der aufpasst und vielleicht sogar noch eine dritte Person, die einen Fluchtwagen fährt.

Und dann gibt es noch die organisierten Banden, die bis ins kleinste Detail planen und sehr lernfähig sind. Sie spionieren günstige Gelegenheiten aus, arbeiten mit allen denkbaren Tricks und wissen genau, worauf sie achten müssen.

Raffiniertes Verbrechen

Die meisten Einbrüche sind sehr respekteinflößend – wenn ein Kunstdiebstahl gelingt, z.B. ein wertvolles Gemälde verschwindet. Nicht einmal bei Nacht und Nebel, sondern während der normalen Öffnungszeit, bei Publikumsbesuch. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Diebstahl der „Saliera“ – ein goldenes Salzfässchen – von Benvenuto Cellini aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Der Täter war ein Alarmanlagenexperte, der 3 Jahre nach der Tat Lösegeldforderungen stellte und festgenommen werden konnte.

Aber Kunstdiebstahl im großen Stil ist nicht unser Thema. Sie werden auch keinen echten Rembrandt oder Picasso besitzen, auch keine Diamanten von Tiffany und keine Goldbarren à la Dagobert Duck.

Welche Schäden entstehen durch einen Einbruch?

Diebstahl persönlicher Erinnerungen

Sie möchten Ihr Heim und Gut schützen, Ihre persönlichen Dokumente, Ihre Wertgegenstände und alles, was Ihnen im Laufe der Zeit lieb und teuer geworden ist. Es geht nicht immer nur um materielle Werte. Die Uhr des Großvaters war nicht teuer, aber es ist die Erinnerung an ihn, die zählt. Vielleicht haben Sie die Uhr geerbt oder früher vom Großvater zu einem besonderen Anlass geschenkt bekommen, sie ist Ihnen wichtig, weil dadurch die Erinnerung lebendig wird. Und wenn der Dieb zugreift, dann schätzt er nicht lange ab, was wertvoll ist oder nicht, sondern nimmt alles mit, was ihm in die Hände fällt.

Psychische Schäden

Wer einen Einbruch erlebt hat, wird dies nicht so schnell vergessen. Es bleibt die Angst, dass sich dieses Erlebnis wiederholen könnte. Der psychische Schaden bedarf einer langen Heilung. Personen verlieren ihr Sicherheitsgefühl, trauen sich nicht mehr das Haus zu verlassen, leiden unter Schlafstörungen und Angstzuständen.

Albtraum – Der Dieb steht vor mir

Ein wahrer Albtraum! Sollte es doch – was wir Ihne nicht wünschen – geschehen, so spielen Sie nicht den Helden oder die Heldin, greifen Sie auch zu keinen eigenen Waffen, sofern Sie welche besitzen. Sie handeln sich nur mehr Ärger ein, ein Täter gerät in Panik, ist bewaffnet und schießt auf Sie oder Sie erschießen den Täter – auch wenn Sie glauben im Recht zu sein, das hat schlimme Folgen, womöglich Tote. Sie werden vom Opfer zum Täter und – Sie wollen sich gar nicht vorstellen, was da alles passieren kann. Lieber einmal feig als ei n toter Held, oder?

Einbruchschutz

Mit diesen Tipps können Sie Ihr Zuhause sichern:

Wir befassen uns zuerst mit ganz einfachen Dingen, die nicht bzw. nur wenig kosten. Sie können selbst dafür sorgen, dass es Einbrechern nicht allzu leicht gemacht wird, ins Haus zu kommen.

Schließen Sie Türen und Fenster

Das Haus gehört gelüftet, ein offenes Fenster bringt frische Luft, Sie sind nur mal schnell bei der Garage und lassen die Haustür ein paar Sekunden lang offen – das sind normale Tatsachen, die jeder macht und auch keinen Einbruch nach sich ziehen. Doch sobald Sie Ihr Heim verlassen, und sei es auch nur für einen kurzen Kaffeetratsch bei der Nachbarin, achten Sie darauf, dass sämtliche Fenster und Türen vom Keller bis zum Dach geschlossen sind. Und zwar wirklich geschlossen, also auch nicht gekippt. Ihre Versicherung zahlt Ihnen genau NULL, wenn Einbrecher durch ein gekipptes Fenster ins Haus gelangt sind.

Verzichten Sie auf liebevolle Nachrichten

Der Einbrecher findet es richtig nett, wenn er einen Zettel vorfindet mit folgendem Wortlaut: „Bin kurz beim Friseur“ oder „liebes Enkelkind, der Schlüssel für die Haustür ist im rechten Gummistiefel versteckt“. Vielleicht hat er ihn aber schon im berühmten Blumentopf oder unter der ach so heiß geliebten Fußmatte entdeckt! Sie denken, so blöd bin ich doch nie im Leben? Alle diese Menschen haben das auch gedacht, aber man wird älter, vergesslicher – denken Sie nie, das kann mir nicht passieren!

Vermeiden Sie Einstiegshilfen

Sind Sie Einbrechern nicht behilflich – vermeiden Sie es, Leitern, Gartenmöbel, Kisten etc. bereit zu stellen. Lassen Sie diese Gerätschaften nicht auf Ihrer Terrasse oder Balkon stehen. Es ist zu verführerisch, danach zu greifen und sich ihrer zu bedienen. Auch wenn es mühsam erscheint – versperren Sie Leitern & Co in Garage, Werkstatt.

Briefkastenentleerung

Im Normalfall leeren Sie Ihren Briefkasten und freuen sich auf die Tageszeitung. Wenn Sie in den wohlverdienten Urlaub starten und verreisen, dann bestellen Sie die Zeitung bitte rechtzeitig ab. Bitten Sie Freunde oder vertrauenswürdige Nachbarn, sich um den Postkasten zu kümmern. Wenn dieser überquillt und sich Prospekte schon vor der Haustür stapeln, dann weiß auch ein potentieller Einbrecher, hier ist niemand Zuhause.

Tresore statt Matratze

Ach ja – auch wenn Sie auf der Bank keine Zinsen bekommen, verstecken Sie nicht Ihr Bargeld und Ihre Wertgegenstände unter der Matratze oder in einem Versteck, von dem Sie glauben, das sei genial. Auch Diebe machen sich Gedanken, wo etwas besonders sicher sein könnte und haben es im Nu entdeckt. Wir raten Ihnen zum Kauf eines zertifizierten Tresors, am besten mit Feuerschutz. Informieren Sie sich bei einem Unternehmen der Sicherheitsbranche, es gibt viele Möglichkeiten.

Nachbarschaftshilfe

Eine gute Nachbarschaft ist wichtig – Ihre Nachbarn sehen, wenn sich fremde Personen auf Ihrem Grundstück zu schaffen machen. Wir sprechen nicht von der neugierigen Nachbarin, die alles und jeden auskundschaftet, der 5 Meter vor Ihrer Haustür ist. Aber wenn Nachbarn ab und zu einen Blick auf Haus und Garten werfen wenn Sie verreisen, dann kann dies nicht schaden.

Datensicherheit

Und es gibt auch im digitalen Zeitalter noch ganz viele Menschen, die kein Smartphone oder Handy haben, um solche Nachrichten zu schreiben. Und auch die sind nicht immer sicher. Achten Sie auch bei Ihren Daten auf den nötigen Schutz! Geben Sie Hackern keine Chance. Verschlüsselte Passwörter, Firewall, Virenschutz – unbedingt installieren

Sorgen für Licht und Helligkeit

Lassen Sie nicht alle Jalousien/Rollos herunter, wenn Sie außer Haus sind. So wirkt es unbewohnt. Sorgen Sie dafür, dass ein Haus lebendig wirkt, hell und erleuchtet. Mit Zeitschaltuhren können Sie Leuchtmittel betätigen. Es brennt Licht, auch wenn Sie nicht da sind. Ändern Sie gelegentlich die Intervalle. Bewegungsmelder sind eine sinnvolle Anschaffung. Ein Licht geht an, man reagiert darauf, sieht nach – kosten wenig, bringen viel!

Hausratsversicherung

Und da wir gerade das Thema Versicherung ansprechen – gehen Sie durch Ihr Haus, schätzen Sie Ihren Hausrat. Sie wissen auf Anhieb, welches Bargeld, welchen Schmuck Sie besitzen – aber haben Sie an einen Pelzmantel gedacht? Oder an ein teures Abendkleid? An alle Computer, Elektrogeräte, Handys? Nehmen Sie sich jedes Zimmer einzeln vor und schätzen Sie den Wert der sich darin befindlichen Gegenstände. Eine gute Hausratsversicherung kann Ihnen gestohlene Wertgegenstände nicht wiederbringen, aber immerhin wird Ihnen finanziell geholfen.

Posten Sie mit Bedacht

Die gute Ansichtskarte vom Urlaub hat ziemlich ausgedient. Viel einfacher ist es pausenlos Fotos vom Urlaubsort zu posten – Fachbook, Twitter, Instagram und wie sie alle heißen mögen, unsere heißgeliebten Social Medias. Achten Sie bei Ihren persönlichen Einstellungen darauf, dass wirklich nur Ihre Freunde diese Informationen bekommen. Geben Sie generell nicht zu viel preis aus Ihrem Leben – das Internet vergisst nichts! Begeben Sie sich auf die Retroschiene und schreiben Sie per Hand eine Karte – Sie werden gar nicht wissen, wie sich der Empfänger freut! Die Karte findet sich bestimmt an einer Pinwand wieder und bereitet große Freude!

Griffbereites Handy / Notrufhilfe

Halten Sie Ihr Handy griffbereit, um im Notfall sofort die Polizei verständigen zu können. Es muss nicht direkt neben Ihnen auf dem Nachtkästchen liegen, aber sollte in Reichweite sein. Ein Notruf hilft nicht, wenn Sie ihn nicht tätigen können.

Notruf nützen

Besitzen Sie eine Notrufhilfe, z.B. das Armband vom Roten Kreuz oder einer ähnlichen Einrichtung? Drücken Sie drauf, wenn Sie glauben, dass jemand beim Einbrechen ist. Lieber einen Fehlalarm auslösen, als keine Hilfe erhalten.

Wachhund – die bellende Alternative

Wie wär’s mit einem Wachhund? Nicht nur der Briefträger meidet Hunde, um beim Klischee zu bleiben. Aber der Wachhund muss dann auch einer sein, also bitte kein Schoßhündchen oder ein kinderlieber Hund, der am Tag von allen verwöhnt und gestreichelt wird.

Errichten Sie einen Schutzzaun

Gilt es einen Zaun/Gartentor zu überwinden, ist der Aufwand schon wieder größer, als in ein freistehendes Gebäude einzudringen.

Faktor Zeit – der Einbrecher hat es eilig

Sie sehen schon – es gibt einiges, um einen Einbruch zu erschweren. Eine Garantie diesen zu verhindern, können wir leider nicht abgeben. Einbrecher wollen möglichst rasch ans Ziel kommen. Alles, was sie aufhält oder beginnt kompliziert zu werden, hält sie eventuell davon ab einzubrechen. Möglicherweise geben sie auf und suchen sich ein anderes Ziel. Einen Versucht ist es auf alle Fälle wert, finden Sie nicht auch?

Technische Möglichkeiten – Einbruchschutz

Nun kommen wir zu technischen Möglichkeiten, um Ihr Heim und Gut bestmöglich zu schützen.  Solche Anschaffungen kosten keinen Pappenstiel, sind aber eine sinnvolle Investition um Diebe & Co fernzuhalten!

Videoüberwachung

Mit Videokameras, im Innen- und Außenbereich, können Sie sehen, was rund um Sie geschieht. Keiner will sich beobachtet fühlen, schon gar nicht ein Täter auf frischer Tat. Informieren Sie sich beim Fachhändler, welches System am besten für Sie geeignet ist. Kaufen Sie keine Katze im Sack. Überlegen Sie mit dem Händler Ihres Vertrauens an Ort und Stelle, wo die Kameras angebracht werden sollen, welche Blickwinkel ausgeleuchtet werden usw. Es gibt Sets, wo Kamera/Sprechanlage gemeinsam angeboten werden usw.

Einbruchmeldeanlage / Alarmanlage

Einbruchmeldeanlagen/Alarmanlagen sind keine Seltenheit mehr. Diese technischen elektronischen Einrichtungen dienen zum Objekt- und Personenschutz. Sie schrecken Einbrecher ab, verhindern Diebstähle und Überfälle, die Polizei wird informiert. Einbruchmeldeanlagen können auch mit Ihrem Tresor verbunden werden. Lauter Alarm vertreibt Diebe und vielleicht klicken schon die Handschellen, wenn die Polizei kommt und den Frischertappten festnimmt. Es gibt auch Glasbruchmelder – geeignet für Fenster, Türen, Vitrinen- oder Körperschallmelder (Wertbehältnisse).

Sicherheitsschlösser

Achten Sie bei der Auswahl ihrer Türschlösser oder Schließanlagen darauf, dass diese einen Aufbohrschutz haben. Hochwertige Türzylinder, Sicherungskarten, geprüfte Sicherheitsschließbleche mit Mauerankern, Panzerriegelschloss – auch hier verweisen wir Sie auf die Sicherheitsbranche, da die Auswahl groß ist und wir nicht ins Detail gehen können, bzw. Werbung für Produkte machen.
Denken Sie nicht nur an die Haustür, sondern auch an Balkon-, Terrassen- und Kellertüren. Diese sind manchmal nicht so stabil wie die Haustür, lassen sich aushebeln – sichern Sie daher auch diese Türen mit Sicherheitsschlössern! Lt. Statistik ist das Hintertürchen zum Einbrechen um einiges beliebter als die Vordertür! Weiters empfehlen wir Ihnen eine beidseitige Sicherung Ihrer Fenster – auf der Griff-Seite und auf der Scharnierseite.

Aufrüsten bei alten Schlössern

Gehen Sie durch Ihr Zuhause und überlegen Sie, ob alle Türen und Fenster genügend gesichert sind oder ob Aufrüstungsbedarf besteht. Vielleicht bewohnen Sie einen Altbau oder Ihr Haus hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel – die vielleicht einmal sichere Tür ist in die Jahre gekommen und gehört überholt. Lassen Sie den Fachmann Ihr Schloss einbauen – nur die fachgerechte Montage schützt auch vor Einbruch.

Zusammenfassung der Sicherheitsmaßnahmen

Ihnen raucht der Kopf von zu viel Information?

Wir fassen nochmals kurz zusammen, was Sie tun können, um Ihr Zuhause bestmöglich zu schützen:

  • Türen, Fenster sichern – nichts gekippt lassen, alles verschließen beim Verlassen des Hauses
  • Postkasten entleeren, Nachbarn bitten, einen Blick auf Ihr Haus zu werfen bei Abwesenheit
  • Bewegungsmelder, Zeitschaltuhren – immer für genügend Helligkeit sorgen, das Haus soll bewohnt und nicht leer wirken
  • Videoüberwachung, Alarmanlagen, Einbruchmeldeanlage installieren
  • Wachhund anschaffen
  • Keine Einstiegshilfen bereitstellen – Leiter, Gartenmöbel, Kisten, Holzstoss
  • Kellerräume nicht vergessen und Terrassen-/Balkontüren – die meisten Täter benutzen nicht die Vordertür
  • Vorsicht bei Postings in Sozialen Medien
  • Keine Schlüssel/Zettel unter Fußmatten, Blumentöpfen etc.
  • Alte Türen/Fenster aufrüsten – neues Schloss, Zusatzschloss etc.
  • Hausratsversicherung abschließen
  • Sich für Qualitätsprodukte der Sicherheitsbranche entscheiden und vom Fachmann einbauen lassen
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