Einbrecher und Ihre Vorgehensweisen

Einbrecher; einbrechen

„Einbruch am helllichten Tag“ – „Diebe kamen durch die Terrassentür“ – Einbruchsbande schlug in der Dämmerung zu“ – „Rentner wurde Opfer eines Überfalls im eigenen Haus“ – „Einbrecher erbeuteten Bargeld und Schmuck während die Familie auf Urlaub war“ – kommen Ihnen solche Schlagzeilen bekannt vor? Leider ja – kein Tag vergeht, ohne dass Medien von dreisten Einbrüchen, Diebstählen und Raubüberfällen berichten.

Täter-Kategorien

Will der Einbrecher gleich als solcher erkannt werden? Natürlich nicht, im Gegenteil – sein Ziel ist es, unauffällig und ganz normal zu wirken, so wie die meisten seiner Mitmenschen. Es steht nicht auf seiner Stirn geschrieben, heute werde ich einbrechen! Wird er bei seinem Einbruch ertappt und flüchtet, dann liefert er mit normaler Alltagskleidung weniger Beschreibungspunkte als mit auffälligem Outfit, er vermindert sein Risiko sofort erkannt zu werden und wird untertauchen.

Wer sind die Täter?

Es gibt Profis, die sich einfach nehmen was sie wollen und keinerlei Skrupel haben jemanden zu bestehlen, womöglich auch zu töten. Dann gibt es die Beschaffungstäter, die über ihre Verhältnisse leben und dringend Geld oder Wertgegenstände benötigen, um ihre Drogen- oder Spielsucht finanzieren zu können.
Ihnen gegenüber stehen Verzweiflungstäter, die keinen anderen Ausweg mehr sehen, arbeitslos geworden sind, Schulden haben etc. und nun einen Diebstahl/Einbruch versuchen, um aus einem Schuldendilemma zu kommen.
Und nicht zu vergessen sind die Gelegenheitsdiebe, die einfach eine Situation ausnutzen und spontan zuschlagen, wenn sich eine Gelegenheit bietet.

Wir versuchen zu erklären, wie die einzelnen Personen ticken.

Er weiß genau, wo er zuschlägt, auf welche Weise und zu welchem Zeitpunkt. Profis planen das Verbrechen bis ins Detail im Voraus. Sie sehen sich das Umfeld genau an, wissen wann Personen abwesend sind, mit welchen Methoden das Haus/Grundstück überwacht werden, welche Besonderheiten es in der Nähe gibt (Gasthaus, Bahnhof, Straßen etc.), wo sich der beste Fluchtweg befindet und vieles mehr. Sie spionieren ihre Opfer aus, damit ihnen Kleinigkeiten nicht entgehen.

Bei Profieinbrüchen sind oft mehrere Täter beteiligt, die sich mit ihrem Fachwissen und Können ergänzen. Jedes Bandenmitglied hat eine bestimmte Aufgabe (z.B. das Genie, das den Einbruch plant, der Tresorspezialist mit dem passenden Werkzeug oder der Lenker des Fluchtwagens) und jeder weiß genau, was er zu tun hat, damit der Einbruch möglichst rasch über die Bühne geht. Diese professionellen Einbrecher-Truppen spezialisieren sich oftmals auf einen bestimmten Häusertyp, z.B. Villen, Geschäfte, Wohnblöcke usw. Sie arbeiten strukturiert und organisiert und erfinden immer neue Ideen für erfolgreiche Einbrüche, sie wissen sehr gut, bei wem und warum sie einbrechen und mit welcher Beute zu rechnen ist.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Gaunerzinken?

Profis verständigen sich gelegentlich mit Gaunerzinken. Darunter versteht man spezielle Zeichnungen oder Markierungen für Einbrecher/Einbrecher-Symbole, die mit Kreide auf Häuserwände/Mauern, Briefkästen, Zäunen, Garagen, Mülltonnen oder Klingeln gezeichnet werden. Dahinter verstecken sich Mitteilungen für die Einbrecher – hier gibt es etwas zu holen, Vorsicht bissiger Hund, alleinstehende Dame, recht fromm tun lohnt sich, such schnell das Weite usw.
Derjenige, für den die Zeichen bestimmt sind, kann somit daraus ablesen, was ihn beim Einbruch erwartet oder ob er es sich doch für ein anderes Objekt entscheiden soll.  Gaunerzinken wirken bewusst kindlich, sodass der Betrachter glauben könnte, ein Kund hätte etwas auf die Wand gekritzelt. Nicht jede Kritzelei ist nun eine Einbrecher-Markierung, doch wenn Ihnen etwas auffällt, das verdächtig nach Gaunerzinken aussieht, dann melden Sie dies der Polizei.

Das eigene Geld reicht nicht aus, um eine Sucht zu finanzieren. Drogen kosten viel Geld, der Spielteufel lockt immer wieder ins Casino oder der Täter hat auf das falsche Pferd gesetzt – der Beschaffungseinbrecher sucht sich daher ein hoffentlich für ihn lohnendes Ziel, um wieder an Bargeld oder Wertgegenstände zu kommen. Er ist nicht so geschickt wie der Profi und macht häufiger Fehler, vielleicht ist er beim Einbruch sogar von Drogen beeinträchtigt, um den Diebstahl zu wagen. Die Gefährlichkeit des Einbrechers lässt sich schwer einschätzen, er könnte zur Gewalt neigen. Ein Beschaffungstäter arbeitet meistens allein.

Aus Verzweiflung einzubrechen ist keine gute Idee. Der Täter war bisher unbescholten und versucht nun durch einen Einbruch an Geld zu kommen. Er verfügt weder über ein Fachwissen noch die richtigen Werkzeuge. Er ist nervös und unberechenbar, weiß wahrscheinlich selbst nicht, wie er reagiert, wenn es Schwierigkeiten gibt oder er beim Einbruch ertappt wird. Womöglich besitzt er eine Waffe. Er wird den Diebstahl allein oder mit einem Freund versuchen. Das Motiv mag verständlich sein, dennoch ist jeder Einbruch oder jeder Diebstahl eine Straftat mit schwerwiegenden Folgen. Der Strafrahmen für Einbruch und Diebstahl beträgt, je nach Schwere des Vorfalls, mehrere Monate bis Jahre.

Der Gelegenheitsdieb plant nicht an einem Montagmorgen zuzuschlagen, sondern nutzt spontan eine Gelegenheit, wenn sich diese bietet. Er bemerkt z.B., dass die Familie das Haus mit dem Auto verlässt und erspäht eine unversperrte Terrassentür oder sieht ein geöffnetes Fenster im Erdgeschoß. Er hat kein Spezialwerkzeug in der Tasche, aber vermutlich einen Schraubenzieher. Er dringt rasch in die Wohnung ein, sucht schnell nach Dingen, die sich bequem mitnehmen lassen und schaut, dass er schnell die Wohnung wieder verlässt. Eventuell stellt er bei dem ungeplanten „Besuch“ fest, dass es sich lohnt ein weiteres Mal zu kommen, womöglich dann mit einem Spezialwerkzeug.

Menschen können auch aus anderen Gründen einbrechen – Beispiele:

  • aus Hass auf den Konkurrenten – ihm einen Schrecken einjagen
  • aus Rache am Expartner – du sollst jetzt Materielles verlieren
  • oder sogar aus Liebe – ich brauche das Geld, um der Freundin den teuren Ring schenken zu können, den sie sich so sehr wünscht

Unsere Zeitgenossen kommen leider auf die verschiedensten Ideen, um einen Einbruch zu versuchen. Doch egal, ob es sich um einen Profi oder Gelegenheitstäter handelt – die Beute muss in relativ rascher Zeit mit möglichst wenig Aufwand unauffällig abtransportiert werden!

Die beste Zeit für Einbrüche

Egal ob es sich um Profis oder Gelegenheitsdiebe handelt – die Zeit für den Einbruch ist entscheidend, so kurz wie möglich! Jede Sekunde zählt.

Der Könner ist in wenigen Sekunden im Haus (sofern ihn nicht gesicherte Fenster und Türen daran hindern) und geht strukturiert vor. Er kennt die beliebten Verstecke (Matratze, Vorratsglas, Schubladen etc.) und findet in einigen Minuten Wertvolles, meistens verstecktes Bargeld oder Schmuck. Wenn Sie wertvolle Dinge nicht im Safe deponieren, sondern im ganzen Haus verstecken möchten, dann lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und erfinden nach Möglichkeit Verstecke, die der Gauner (noch) nicht kennt. Allerdings sind Einbrecher nicht auf den Kopf gefallen und überlegen selbst intensiv, wo Bewohner Ihre Juwelen, Münzen oder Bares verstecken.

Der Gelegenheits-Einbrecher durchwühlt Schubladen, Kommoden – egal ob mit oder ohne System, alle Täter wollen rasch fündig werden und dann so schnell als möglich die Einbruchsstätte wieder verlassen.

Sämtliche Sicherheitsmaßnahmen – vielleicht ein Zusatzschloss – die einem Einbrecher das Leben erschweren, also ihm Zeit bei seinem Vorhaben kosten, machen absolut Sinn. Denn Zeit ist für ihn kostbar. Wenn er sein Vorhaben in der geplanten Zeit nicht ausführen kann oder nervös wird, lässt er vielleicht ganz davon ab und geht unverrichteter Dinge seiner Wege.

Nicht nur wir freuen uns auf wohlverdiente Ferien, ebenso der Einbrecher – für ihn ist nicht Hochsaison im Eissalon, sondern Hochsaison für Einbruchstouren. Viele Häuser und Wohnungen stehen im Sommer leer, da die Bewohner verreist sind. Kein PKW steht vor der Tür, der Briefkasten quillt über, vielleicht gibt es sogar den dezenten Hinweis „sind auf Urlaub“ am Briefkasten? Wir kommen noch später dazu, wie Sie solche Fehlerquellen vermeiden können.

Wenn sich alle auf den Weg machen, um Weihnachtseinkäufe zu besorgen, dann besorgt sich der Einbrecher auf seine Weise seine Geschenke im trauten Heim. Oder er wartet ab, was das Christkind bring und schlägt dann zu. Vermehrt Achtsamkeit vor und nach Weihnachten ist kein Nachteil!

Einbruch

Wie sind nun die Vorgangsweisen, um überhaupt ins Haus zu gelangen?

Machen Sie es Dieben so schwer wie möglich. Lediglich der Weihnachtsmann – und nicht einmal der – kommt durch den Schornstein ins Haus, alle anderen benutzen Türen oder Fenster.

Daher heißt es für einen sicheren Einbruchschutz bei Türen und Fenstern zu sorgen und diese immer sorgfältig zu verschließen. Ein gekipptes Fenster ist eine willkommene Option, eine unversperrte Tür oder ein offenes Fenster geradezu eine Einladung für einen Raubversuch. Der Täter will rasch ins Haus und nicht schon beim Öffnen von Fenstern und Türen aufgehalten werden – je besser der Türen- und Fensterschutz, umso schlechter für den ungebetenen Gast. Er braucht mehr Zeit zur Überwindung der Schutzmaßnahmen und diese hat er nicht – so kann ein guter Fenster- und Türenschutz den Einbrecher schon in die Flucht schlagen.

Alte Fenster sind meistens zu wenig gesichert und lassen sich leicht aushebeln. Der Einstieg über das Dachfenster ist nicht zu vergessen – vielleicht ist der Täter ein guter Kletterer und kommt über den angrenzenden Baum oder hat Zugang vom Nachbarshaus. Daher vergessen Sie nicht auf die Dachluken! Rollläden vor dem Fenster erschweren/verhindern mitunter einen Einbruch.

Jeder kommt durch die Haustür – das denkt sich auch der Einbrecher. Stellt er es geschickt an, dann ist er rasch im Haus -allerdings bleibt das Risiko, doch gesehen zu werden. Beliebt sind daher vor allem Terrassentüren oder Kellertüren, die nicht von jedermann einsehbar sind. Unzureichende Schlösser sind im Nu mit einer Zange abgedreht.

Informieren Sie sich beim Fachmann über die besten Vorkehrungen, um Fenster und Türen ordentlich zu sichern. Eine Investition, die sich bezahlt macht!

Da sich unser Bericht an Menschen wie Du und Ich wendet, schildern wir keine Details zu spektakulären Tunnelgrabungen oder Tresorsprengungen, sondern beschränken uns auf herkömmliche Öffnungsarten eines Hauses oder einer Wohnung.

Jeder Einbrecher wird sein Lieblingswerkzeug haben, einer arbeitet lieber mit Technik, ein anderer mit Kraft.

Vom kleinen Schraubenzieher bis zum Profi-Werkzeug – möglichst lautlos lautet die Devise. Sollte sich noch jemand im Haus befinden, dann könnte er durch Geräusche darauf aufmerksam gemacht werden, dass er nicht alleine ist.

Zum Aufheben/Auseinanderdrücken von Fensterrahmen rechen Schraubenzieher. Durch gezielte Bohrlöcher in Höhe der Schließmechanik können Einbrecher Tür – oder Fenstergriffe mit Metallbügel erreichen. Zangen und Dietrich sind nützlich, um Türe zu öffnen. Handelt es sich beim Einbrecher um einen Bud Spencer Typ, dann kann vielleicht die eigene Faust zum Einschlag eines Fenster verwendet werden.

Natürlich gibt es eine Menge Spezialwerkzeuge, die z.B. zum Öffnen eines Tresors nötig sind. Je schwerer und größer die Werkzeuge, umso schwieriger ihr Transport – die Profis werden wissen, was sie brauchen, die anderen Einbrecher-Gruppen werden mit Schraubenzieher, Zange & Co das Auslangen finden.

Egal ob es sich um Profis oder Gelegenheitsdiebe handelt – die Zeit für den Einbruch ist entscheidend, so kurz wie möglich! Jede Sekunde zählt.

Der Könner ist in wenigen Sekunden im Haus (sofern ihn nicht gesicherte Fenster und Türen daran hindern) und geht strukturiert vor. Er kennt die beliebten Verstecke (Matratze, Vorratsglas, Schubladen etc.) und findet in einigen Minuten Wertvolles, meistens verstecktes Bargeld oder Schmuck. Wenn Sie wertvolle Dinge nicht im Safe deponieren, sondern im ganzen Haus verstecken möchten, dann lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und erfinden nach Möglichkeit Verstecke, die der Gauner (noch) nicht kennt. Allerdings sind Einbrecher nicht auf den Kopf gefallen und überlegen selbst intensiv, wo Bewohner Ihre Juwelen, Münzen oder Bares verstecken.

Der Gelegenheits-Einbrecher durchwühlt Schubladen, Kommoden – egal ob mit oder ohne System, alle Täter wollen rasch fündig werden und dann so schnell als möglich die Einbruchsstätte wieder verlassen.

Sämtliche Sicherheitsmaßnahmen – vielleicht ein Zusatzschloss – die einem Einbrecher das Leben erschweren, also ihm Zeit bei seinem Vorhaben kosten, machen absolut Sinn. Denn Zeit ist für ihn kostbar. Wenn er sein Vorhaben in der geplanten Zeit nicht ausführen kann oder nervös wird, lässt er vielleicht ganz davon ab und geht unverrichteter Dinge seiner Wege.

Ein Profi-Einbrecher ist mit allen Wassern gewaschen und weiß über die Gewohnheit der Hausbesitzer Bescheid. Er nimmt sich genügend Zeit, um das gesamte Umfeld auszuspionieren und schlägt erst zu, wenn er sicher ist, jedes Detail zu kennen. Vielleicht ist es sogar schon im Garten gewesen, kennt den Platz der Videokamera, hat ein Leckerli für den Hund mit oder weiß, wo die Leiter für das gekippte Fenster zu finden ist?

Beerdingungstrick/Events

Manche Einbrecher lesen gezielt Todesanzeigen in Tageszeitungen und notieren sich Ort und Datum der Begräbniszeiten. Wenn dann vermutlich alle auf der Beerdigung sind, schlagen sie zu.
Spricht ein ganzes Dorf schon von der großen Bauernhochzeit am Samstag oder der Geburtstagsfeier für den Altbürgermeister am 13. August, wo Hinz und Kunz eingeladen sind – dann wären solche Events eine Einladung für Langfinger, um rasch eine Gelegenheit zu nutzen sich zu bedienen.

Medien – wir geben (zu)viel von unserem Leben preis

Das Urlaubsfoto auf Facebook oder Instagram – wir wollen unsere Urlaubserlebnisse sofort mit unseren Freunden teilen, können aber nicht ausschließen, dass ein Feind dieses Bild auf irgendeine Art und Weise mitbekommt. Und dann sind ihm Tür und Tor geöffnet, er weiß nun ganz bestimmt, dass die Familie in Griechenland Urlaub macht, vielleicht sogar noch den genauen Zeitpunkt ihrer Wiederkehr.
Vielleicht erst posten nach dem Urlaub? Mit ausgesuchten Fotos?

Feind hört mit

Erzählen sie nicht von der Friseurin bis zur Kassiererin allen, dass sie 2 Wochen verreisen. Diese Personen werden aller Wahrscheinlichkeit nicht bei Ihnen einbrechen, aber wer hört mit? Welcher Kunde steht in der Schlange und spitzt die Ohren? Vielleicht ist auch der nicht der Täter, sondern gibt seine Informationen einfach belanglos weiter und irgendjemand hört sie, der sich dafür interessiert?

Pakete vor der Haustür

Ein Paket vor der Haustür weist darauf hin, dass der Besitzer nicht anwesend ist – sonst hätte er beim Klingeln geöffnet und das Paket übernommen. Schaffen Sie sich einen Paketbriefkasten an oder vereinbaren Sie, dass keine Pakete vor dem Haus abgestellt werden dürfen – wählen Sie einen Platz, der ausschließlich Ihnen und dem Zusteller bekannt ist (Gartenhütte, hinter der Garage etc.).

Maßnahmen – Einbruchschutz/Einbrecher-Abwehr

Wie bereit erwähnt, spielt Zeit bei einem Einbruch eine entscheidende Rollte. Alles, was einen Einbruch erschweren oder verhindern kann, ist eine sinnvolle Maßnahme, uns sei es bloß eine Video-Attrappe. Vielleicht schreckt sie einen Einbrecher ab und er versucht erst gar nicht sein Vorhaben.

Sämtliche Fenster, vom Keller bis zum Dach, und alle Türen müssen mit einem ordentlichen Einbruchschutz versehen sein, um das Eindringen des Einbrechers zu verhindern. Sparen Sie nicht am wichtigen Einbruchschutz.

Überprüfen Sie den Zustand älterer Fenster/Türen und gönnen Sie ihnen ein Facelifting – rüsten Sie mit dem entsprechenden Sicherheitsschutz auf. Einbrecher bevorzugen Häuser, bei denen offensichtlich ist, dass Fenster und Türen nicht genügend gesichert sind.

Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren kosten kein Vermögen und Sorgen für einen bewohnten Eindruck des Hauses. Verwenden Sie mehrere Bewegungsmelder – Lichtquellen im Garten erleuchten dunkle Ecken, die dann keine Verstecke bieten.

Absperrbare Fenstergriffe verhindern ein Eindringen, wenn die Glasdichtung durchstochen wird.

Natürlich sind Alarmanlagen und Videoüberwachungssysteme von Vorteil, lassen Sie sich beraten welche Systeme für Ihr Haus und Grundstück am besten geeignet sind.

Günstige Attrappen können einen ungeübten Täter abschrecken, der Profi hat ein geschultes Auge und wird den Unterschied erkennen.

Diese Tipps kosten kein/wenig Geld und sind dennoch hilfreich

  • Stellen Sie keine Einbruchshilfen bereit – Leiter, Gartenmöbel, Schaufel, Sparte – Diebe und Einbrecher nützen sämtliche Geräte, die ihnen bereitwillig dargeboten werden. Der richtige Platz  ist in der versperrten Garage/Gartenschuppen nach getaner Arbeit
  • Lassen Sie keine Pakete vor der Haustür abstellen – vereinbaren Sie mit dem Briefträger/Zusteller einen geeigneten Ort, (Gartenhütte, hinter dem Haus etc.) der Ihnen beiden bekannt ist und sonst niemanden.
  • Entleeren Sie regelmäßig Ihren Briefkasten und die Zeitungsrolle – wenn Sie auf Urlaub sind. bitten Sie Freunde oder Nachbarn dies zu tun – gilt ebenso für die Bereitstellung der Mülltonnen.
  • Machen Sie die Haustür nicht einfach zu sondern schließen Sie sie ab. Dadurch kann der Einbrecher keine Plastikstreifen zwischen Rahmen und T’ürschnapper schieben. Eine geschlossene, aber nicht abgesperrte Tür, spring sonst auf und er kann hinein.
  • Entleeren Sie regelmäßig Ihren Briefkasten und die Zeitungsrolle – wenn Sie auf Urlaub sind, bitten Sie Freunde oder Nachbarn dies zu tun – gilt ebenso für Mülltonnen.
  • Achten Sie auf Gaunerzinken (Einbrecher Symbole) und fremde parkende Autos, die auf einmal öfters zu sehen sind. Es stellt sich rasch heraus, ob ein Nachbar einen neuen Wagen hat oder niemand den Besitzer kennt. Sprechen Sie sich mit den Nachbarn ab, dass jeder ein wachsames Auge hat.
  • Schließen Sie alle Fenster und Türen beim Verlassen der Wohnung, besonders die gekippten! Es ist ein fataler Irrglaube, dass hier kein Einbrecher reinkommen könnte.
  • Seien Sie achtsam mit dem, was Sie preisgeben. Erzählen Sie nicht herum, dass Sie verreisen, posten Sie in den Medien nicht, dass Sie sich gerade im Ausland befinden oder einen Ausflug übers Wochenende machen.
  • Ihr Haus muss einen wohnlichen Eindruck vermitteln, erzeug Sie Licht und Helligkeit durch Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren.

Vorgangsweisen nach einem Einbruch

Einbrecher sind im Haus

Der schlimmste Fall, der für Albträume sorgt – Einbrecher sind im Haus oder Sie stehen persönlich einem Einbrecher gegenüber. Spielen Sie auf keinen Fall den Helden, versuchen Sie ruhig zu bleiben. Entweder ist er genauso erschrocken wie Sie und flüchtet auf der Stelle oder es ist ein Profi – dann wird er nicht einfach weglaufen, sondern Forderungen stellen, hat eventuell sogar damit gerechnet, auf jemanden zu treffen. Antworten Sie auf seine Fragen, geben Sie Tresorschlüssel/Code bekannt oder diverse Verstecke. Es ist immer noch besser materielle Werte zu verlieren, auch wenn es schmerzt, als das eigene Leben. Der Einbrecher kann bewaffnet sein und wird von seiner Waffe Gebrauch machen, wenn er auf Gegenwehr trifft.

Einbruch wird festgestellt

Der Einbruch ist ihnen zum Glück nicht begegnet, doch Sie stellen fest, dass Sie zum Einbruchsopfer wurden.

Nach diesen Punkten ist vorzugehen:

  • Versuchen Sie nach Möglichkeit nichts mehr zu berühren, damit der Tatort für die Polizei genau so aussieht, wie Sie ihn vorgefunden haben.
  • Verständigen Sie die Polizei und melden Sie den Einbruch. Wenn Sie bereits beschädigte Fenster/Türen entdeckt haben, weisen Sie darauf hin.
    Sollten Sie den flüchtenden Täter entdeckt haben, versuchen Sie sich an sein Aussehen, an irgendeinen Hinweis zu erinnern und zu beschreiben, Größe, Haarfarbe, auffallende Kleidung etc. Haben Sie vielleicht noch ein davonbrausendes Auto gesehen? Farbe oder Typ des Wagens im Gedächtnis behalten, oder vielleicht sogar das Kennzeichen? Jede Kleinigkeit ist hilfreich, an die Sie sich erinnern.
  • Die Polizei nimmt den Fall auf, verständig Spurensuche etc.
  • Erstellen Sie eine Liste der fehlenden Wertgegenstände beschreiben sie diese möglichst gut. (Tipp: fotografieren Sie Wertsachen und Schmuck bei der Anschaffung, Beilage für die Versicherung und eventuelle Wiedererkennung bei Diebstahl)
  • Wenn Geldbörsen und Handy, Laptop etc. gestohlen wurden, lassen Sie sämtliche Kreditkarten, EC-Karten, SIM-Karten sperren
  • Melden Sie mit der Strafanzeige der Polizei den Einbruch bei Ihrer Versicherung. Diese hat somit die Bestätigung, dass wirklich ein Diebstahl/Einbruch stattgefunden hat bzw. angezeigt wurde. Ihre Versicherung wird Ihnen bekanntgeben, was Sie von Ihnen benötigt bzw. mit welcher Schadensbegrenzung bzw. Schadensersatz für den Diebstahl zu rechnen ist. Die Versicherung zahlt nicht bei grober Fahrlässigkeit, also z.B., wenn der Einbruch durch ein gekipptes Fenster erfolgt ist oder der Goldschmuck der Oma in der Wäschelade verstaut wurde!.

Einbruch wurde versucht, nicht wird vermisst

Sollte der Einbruch misslungen sein – ein Einbruch wurde versucht, es kam aber zu keinem Diebstahl – können Sie auf Polizei und Versicherung verzichten. Es ist Ihnen überlassen, ob Sie eine Anzeige machen. Um nicht erneut Opfer eines Angriffs zu werden, raten wir in diesem Fall zu einer Überprüfung aller Sicherheitsmaßnahmen, bzw. zur Aufrüstung oder Neuanschaffung von Sicherheitsvorkehrungen, damit Sie sich wieder sicher in Ihrem zu Hause fühlen können.

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