Brandschutz für den Garten

Brandschutz für Feuerstellen

Offenes Feuer im Garten

Bei einem offenen Feuer im Garten müssen Sie vor allem beachten, dass die Feuerstelle sicher ist. Es dürfen weder Grünzeug noch Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser in der Nähe des offenen Feuers vorhanden und von diesem gefährdet werden. Halten Sie Abstand zu Gartenhäusern, Carports und Wohnhäuser. Erfahrungsgemäß gilt hier ein Abstand von 50 Metern. Näherbefindliche Objekte, wie zum Beispiel eine Terrasse, sollten mit einem guten Funkenschutz ausgerüstet sein.

Folgende Abstände sind mindestens notwendig:

  • 50 Meter zu Gebäuden
  • 50 Meter zu öffentlichen Plätzen, Straßen und Gehwegen
  • 100 Meter zu Wäldern
  • 10 Meter zum Nachbarsgrundstück


Vermeiden Sie nach langer Trockenheit Feuer im Garten. Die Gefahr ist zu groß, dass durch die Funken ein unkontrollierbares Feuer entsteht, welches sich durch den Wind schnell ausbreitet. Vermeiden Sie Brandbeschleuniger und verbrennen Sie nur natürliche Materialien, die keine Schadstoffe enthalten. Der Sockel und die Umgebung des Feuers müssen feuerfest sein, damit sie nicht in Flammen aufgehen.

Verschiedenste Feuerstellen im Detail

Feuertonne

Feuertonnen sind fassförmige Behälter aus hitzebeständigen Materialen wie Stahl oder Stahlblech. In der Feuertonne, die auch als Lichttonne bezeichnet wird, befinden sich im Inneren oft Körbe oder Roste. Holzscheitel oder andere Brennstoffe können darauf gestapelt und angezündet werden.

Damit sich das Feuer entzünden kann, wird Sauerstoff benötigt. Deshalb sind die meisten Modelle mit Belüftungslöchern oder mit ausgeschnittenen Muster ausgestattet. Die Muster sorgen nicht nur für eine gute Luftzufuhr, sondern schaffen in Kombination mit den flackernden Flammen einen schönen optischen Hingucker. Mit einem Fassungsvermögen von bis zu 200 Litern gehören die Lichtfässer zu den größten unter den Feuerbehältern.

Vorteile

Kaum Funkenflug
Nimmt viel Brennstoff auf
Geeignet für windiges Wetter
Brennendes Holz fällt nicht heraus

Nachteile

Behälter wird sehr heiß
Enorme Wärmestrahlung
Das Feuer ist schwer zu erkennen
Der heiße Fassadenboden kann den Boden beschädigen

Feuerkorb

Feuerkörbe bestehen aus der Bodenplatte, drei oder viel Standfüßen und einem Metallgeflecht aus Abstandhaltern oder Gittern. In der Regel wird als Material Eisen, Gusseisen, Stahl oder Edelstahl verwendet. Die seitlichen Streben sind zwischen den Räumen offen, damit das Feuer genügend Sauerstoff zum Aufheizen hat. Dadurch ergibt sich eine hervorragende Sicht auf die sich ständig ändernden Flammen.  Aus den Öffnungen können allerdings Glut und Asche entweichen, die am besten von einer feuerfesten Auffangschale bzw. einem Unterlegblech aufgefangen werden.

Vorteile

Gutes sichtbares Flammenspiel
Robust, wartungsfreundlich und langlebig
Problemloser Wechsel des Aufstellungsortes
Mit passendem Einsatz zu Grill umfunktionieren
Einfache Modelle sind günstig in der Anschaffung

Nachteile

Windanfällig
Funken ausgesetzt
Eisen, Stahl und Gusseisen können rosten
Strahlungswärme kann den Boden beschädigen
Erfordert eine Auffangschale für Asche und herabfallende Glut

Feuerschale

Genau wie der Feuerkorb besteht sie aus hitzebeständigem Metall wie Stahl, Gusseisen, Eisen oder Edelstahl und wird von Standfüßen oder Säulen getragen. Im Gegensatz zum Feuerkorb besteht die Schale jedoch aus einem einzigen Materialstück in ovaler, runder oder rechteckig verlaufender Form. Ihr Boden ist geschlossen und kommt ohne Aussparungen für die Sauerstoffzufuhr aus. Unter einem verstellbaren Gitter verwandelt sich die Kohlenpfanne im Handumdrehen in einen Grill.

Vorteile

Gut sichtbares Flammenspiel
Einfacher Wechsel des Aufstellungsortes
Keine Auffangwanne für den Aschefall notwendig
Keine Verbrennungsspuren durch herabfallende Glut

Nachteile

Windanfällig
Empfindlich für Funkenflug
Strahlungswärme kann den Boden beschädigen
Modelle aus Eisen, Gusseisen und Stahl können rosten

Gartenkamin

Werden die Abende zum Ende des Sommers kühler, sorgt ein Außenkamin auf der Terrasse oder im Garten für Wärme und ein einladendes Außenklima. Ob aus Stein, Beton oder Edelstahl, mit offener Flamme oder durch Glaskeramikwand geschützt, gasbetrieben oder als klassischer Holzkamin – die Auswahl ist nahezu unbegrenzt, Sie haben die Qual der Wahl.

Vorteile

Weniger windanfällig
Problemlos als Grill einsetzbar
Besonders sicher gegen Funkenflug
Elegantes Gestaltungselement auf der Terrasse
Sorg für angenehme Wärme bei kühlen Außentemperatur

Nachteile

Der Rost ist nur von der Frontseite erreichbar
Bei kleinen Modellen ist das Feuer schlecht zu sehen
Benötigt einen stabilen und hitzebeständigen Untergrund
Die großen Außenkamine sind wegen des Gewichtes an einem Ort angebracht

Tipps & Tricks zum Brandschutz bei Feuerstellen:

  • Errichten Sie nur kleine Feuer mit einer Höhe und einem Durchmesser von nicht mehr als einem Meter.
  • Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus sind verboten.
  • Verbrennen Sie trockenes und naturbelassenes Holz. Kein frisches Holz, da es in der Regel feucht ist und somit zu einer starken Rauchentwicklung führt.
  • Werfen Sie keinen Müll ins offene Feuer.
  • Bei Trockenheit und/oder starkem Wind kein offenes Feuer im Garten verwenden.
  • Lassen Sie das Feuer niemals unbeaufsichtigt.
  • Bei dichtem Rauch- oder Funkenentwicklung sofort das Feuer löschen.
  • Halten Sie einen Feuerlöscher oder ein geeignetes Feuerlöschmittel bereit.
  • Löschen Sie das Feuer so, dass auch die verbleibende Glut erlischt.
Lagerfeuer

Brandschutz in Gartenhäusern

Wie hoch ist die Brandwahrscheinlichkeit in Gartenhäuser?

Die Ursachen für die Wahrscheinlichkeit von Bränden in Gartenhäusern ist sehr vielfältig, die häufigsten Brandursachen sind jedoch:

Offenes Feuer ist eine große Gefahrenquelle, insbesondere beim Kochen von Speisen auf dem Grill mit Kaminabzug. Fettbrände sind in diesem Zusammenhang sehr gefährlich. Wenn die Bratfettreste in Brand geraten, führt das Wasser zu einer explosiven Mischung.

Kerzen schaffen eine gemütliche Atmosphäre, denken Sie beim Anzünden immer daran, geeignete Löschmittel zur Hand haben, da schon ein kleines Kerzenfeuer sehr schnell viel Hitze entwickeln kann.

Schlechte oder falsche verlegte Elektrokabel sind eine häufige Brandursache, zum Beispiel kann ein verdrehtes oder gequetschtes Kabel rasch überhitzen und einen Brand in Gartenhäusern verursachen.

Vor dem Verlassen der Gartenhütte können Sie aus Versehen vergessen die Kerze zu löschen, sie fällt um und Setzt das Gartenhaus in Brand. Sie schlafen mit einer brennenden Zigarette am Sofa ein, die herabfallende Asche setzt das Inventar in Brand usw.

Statten Sie Ihr Gartenhaus/Gewächshaus mit Feuerlöscher und Feuerdecke aus. Diese Löschhilfen kosten kein Vermögen und sind sofort zu Hand, wenn Brand ausbricht.

Für Gartenhäuser ist es entscheidend, dass sie sich in einem abgeschlossenen oder umzäunten Bereich in Ihrem Garten befinden. Dadurch ist zumindest die Wahrscheinlichkeit auf ein Minimum reduziert, dass Ihre Hütte Opfer einer Brandstifung wird, ausschließlich kann man Untaten leider nie.

Brandschutz in Gartenhäusern verbessern

Das Gartenhaus sollte mit Feuerlöschern und Löschdecken für die Brandbekämpfung ausgestattet sein, damit kleine Brände im Keim erstickt werden können. Der Einbau von Rauchmeldern ist ein entscheidender Faktor, damit ein entstehendes Feuer sofort bemerk wird. Wenn Sie Ihr Gartenhäuschen gelegentlich als Quartier für Übernachtungsgäste benützen, dann ist der Rauchmelder sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Der Brandmelder im Gartenhaus arbeitet nach dem Prinzip der Streulichtdetektion, damit kann die Dichte von Rauchpartikeln gemessen und photoelektrisch identifiziert werden. Bei zu hoher Rauchkonzentration löst die im Alarmgerät enthaltene Fotozelle sofort Alarm aus. Wenn das laute Warnsignal ertönt, sind zuallererst Personen in Sicherheit zu bringen.

Welche Rauchmelder gibt es für Gartenhäuser?

Der Preis für fotooptische Rauchwarnmelder liegt je nach Hersteller und Typ zwischen 5 und 30 Euro. Diese Variante des Rauchmelders verfügt über eine austauschbare Batterie. Es gibt auch Geräte mit fest eingebauter Batterie mit einer zu erwartenden Lebensdauer von einem Jahr. Danach muss der gesamte Rauchmelder ausgetauscht werden Des Weiteren gibt es Geräte mit fest installierten Batterien mit einer Lebenserwartung bis zu 10 Jahren, Austausch nach Ablauf.

Rauchmelder machen Sinn in

  • Küche
  • Schlafzimmer
  • Kinderzimmer
  • Gang
  • Fluchtweg


Es ist auch eine gute Idee, ein Warnsystem in einem Gartenhaus zu installieren. Neben der fachgerechten Installation ist die regelmäßige Wartung äußerst wichtig.  Die Funktion des Rauchmelders ist mindestens einmal jährlich zu überprüfen.

Wie sinnvoll sind Rauchmelder in Gartenhäusern?

Statistische Untersuchungen zeigen, dass es etwa ungefähr 200.000 Hausbrände gibt, durch die im Jahr mehr als 400 Menschen ums Leben kommen. 95 Prozent der Opfer sind aufgrund des Rauchgases erstickt. Dies zeigt deutlich, dass die Installation eines Rauchmelders in Gartenhäusern keinesfalls verkehrt ist.

Wenn Sie das Gartenhaus nur zur Lagerung von Gartengeräten oder zur Überwinterung von empfindlichen Pflanzen verwenden, ist ein Rauchmelder nicht unbedingt nötig.

Bewirten Sie Gäste oder stellen diesen ein Bett in der Gartenhütte zur Verfügung, dann ist der Rauchmelder erforderlich (vorgeschrieben) und kann im Notfall lebensrettend sein.


Was gibt es für alternativen zu Rauchmelder?

Wenn Personen sich in Ihrem Gartenhaus aufhalten oder dort übernachten, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als einen Rauchmelder zu installieren. Sie haben jedoch die Möglichkeit, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Brände zu vermeiden. Streichen Sie die Hütte mit einem hochwertigen Brandschutz-Imprägnier-Mittel – die Wände sind dadurch schwer entflammbar.

Es ist sehr wichtig, die Brandschutzbestimmungen zu befolgen und regelmäßig den Garten und die darin befindlichen Gebäude zu überprüfen. Äußerste Vorsicht bei offenem Feuer im Haus. Elektrische Geräte brauchen eine gute Belüftung, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Brennende Sonnenschirme im Garten

Der Brand eines Sonnenschirmes im Garten entsteht sicher nicht durch die Sonne, sondern z.B. durch eine weggeworfene Zigarette, die auf der Sonnenschirmfläche landet und dann den Stoff schleichend in Brand setzt. Wird der Brand nicht bemerkt, kann ein ziemliches Inferno drohen und Menschen und Tiere bedrohen.

Mit B1-Stoff einen wertvollen Beitrag zum Brandschutz leisten

Das sogenannte B1-Gewebe weist eine besondere Struktur auf, die weniger rasch entflammt als herkömmliche Möbelstoffe. Daher eignet es sich besonders gut für Sonnenschirme im öffentlichen Bereich (Parks, Sportanlagen, Gastronomiebetriebe usw.). Selbstverständlich können Sie beim Kaufen eines Sonnenschirms für Ihren Privatzweck darauf achten, dass dieser mit B1-Stoff ausgestattet ist.

Bei vielen Herstellern, z.B. bei der Firma May, kann durch einen 10 %igen Aufpreis der normale Stoff durch ein B1-Gewebe ersetzt werden.

Verbrennungsgefahren beim Grillen vermeiden

Um Verletzungen beim Grillen zu vermeiden, sind Hilfsmittel wie Grillzange und feste Handschuhe Pflicht. Sie schützen vor Funken, die sich bei leichtem Wind aus der Glut lösen und schmerzhafte Verbrennungen verursachen können. Viele Griffe von Pfannen und Töpfen werden heiß, daher lieber Handschuhe überziehen.

Auch bei der Verwendung eines Gasgrills sind einige Sicherheitsvorkehrungen zu beachten: Stellen Sie sicher, dass alle Anschlüsse dicht sind und die Gasflasche vor Hitzeentwicklung geschützt ist.

Sogar heißes Grillfleisch birgt einige Gefahren. Gerade bei sehr fettigen Fleischsorten besteht Verbrennungsgefahr durch herabtropfendes Fett, das sich erhitzen und Flammen bilden kann, die rasch um sich greifen.

Auf Brandbeschleuniger verzichten

Wenn sie einen Holzkohlengrill verwenden, brauchen Sie Geduld, bis die Holzkohle brennt und heiß genug ist, um das Fleisch zu grillen. Um die Wartezeit zu verkürzen, kommen oft Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin zum Einsatz. Bei hohen Temperaturen sind diese Mittel jedoch gefährlich, da durch hohe Hitze flüssige Bestandteile verdampfen. Daraus entsteht eine leicht entzündliche Wolke, die eine tödliche Explosion zur Folge haben kann.

Wenn Sie noch Brandbeschleuniger verwenden, wovor wir dringend abraten, entfernen Sie diese sofort aus dem Gefahrenbereich und lagern Sie sie an einem kühlen, trockenen Ort. Beim Hantieren mit Spiritus oder Benzin können Stichflammen entstehen, die für den Grillmeister und alle umstehenden Personen gefährlich sind.

Massive würfelförmige Grillanzünder sind besser, oder man kann beim Einschalten des Grills vollständig auf den Brandbeschleuniger verzichten.

Richtiges Verhalten im Brandfall

Bricht trotz der oben genannten Hinweise ein Feuer aus, ist schnelles Handeln besonders wichtig. Bitte beachten Sie, dass das auf dem Grill verbrannte Fett niemals mit Wasser gelöscht werden darf!

Entfernen Sie den Sauerstoff aus den Flammen, indem Sie sie mit einer feuerfesten Decke ersticken, ggf. ist auch ein feuchtes nicht tropfendes Handtuch geeignet, alternativ einen speziell für Fettbrände entwickelten Feuerlöscher verwenden.

Bei Verbrennungen der Haut muss die Körperstelle gekühlt werden. Wenn sich ein Kind auf dem Grill verbrennt und die Verbrennung größer als ein 1-Euro-Stück ist, rufen Sie unverzüglich den Notarzt, damit dieser die Verbrennung behandeln kann. Decken Sie die Wunde mit einem sterilen Pad ab, um das Eindringen von Keimen zu verhindern.

Wichtig! Fettbrände können nur durch Ersticken gelöscht werden, niemals mit Wasser.

Wichtige Tipps für sicheres Grillen:

  • Überprüfen Sie die Dichtheit von Gasgrills zu Saisonbeginn, was mit speziellen Sprays oder Seifenlauge durchgeführt werden kann. Befeuchten Sie die Rohre für diesen Vorgang. Kleine Gasblasen weisen auf Undichtheit hin.
  • Ob Gas oder Kohle, vor dem Anzünden des Grills ist unbedingt darauf zu achten, dass er einen sicheren Stand hat.
  • Stellen Sie den Grill immer auf eine ebene Fläche und in ausreichendem Abstand von mindestens 2 Metern zu Büschen oder Möbeln auf. 
  • Niemals den Grill unter Pavillions, Markisen oder Sonnenschirmen stellen, da diese durch die Funken leicht Feuer fangen.
  • Bewegen Sie den heißen Grill nicht.
  • Werfen Sie keine Asche auf Rasen, Büsche, Kompost oder Müll. Trockenes Gras, Äste oder Abfall können sich hier entzünden.
  • Glut gründlich mit Wasser löschen oder mit Sand oder Erde bedecken, am besten im Grill abkühlen lassen.
Kundenrezension
Klicken Sie hier, um diesen Beitrag zu bewerten!
[Insgesamt: 0 Durchschnittlich: 0]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Inhaltsverzeichnis

Kategorien